Zum ersten Mal sind — bei der eingehenden Auswertung gesammelter Spektren des Satelliten FUSE — fern-ultraviolette Emissionslinien aus der Photosphäre eines Sterns entdeckt worden: Sie zeigen, dass der Weiße Zwerg KPD 0005+5106 nicht »nur« 120000, sondern sogar 200000 Kelvin Oberflächentemperatur besitzt und damit einen neuen Rekord aufstellt. Und die neunfache Ionisation des Kalziums, das die Emission bei 114nm und 116nm verursacht, stellt den höchsten Ionisationsgrad eines Elements in einer Sternphotosphäre dar. Bei der Entdeckung half der Umstand, dass der Far Ultraviolet Spectroscopic Explorer den Stern immer wieder als Eichquelle angeschaut hatte und die Spektren alle aufaddiert werden konnten, mit in der Summe exzellentem Signal-zu-Rausch-Verhältnis. Jetzt sind die Theoretiker gefragt: Die Physik dieses Extremsterns fällt aus dem Rahmen, lässt sich mit bestehenden Modellen nicht korrekt vorhersagen. Daniel Fischer
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