Mars-Opposition: Nordpolkappe im Fokus

Zwei Marsfotos von interstellarum-Lesern zeigen die dunklen Markierungen in der Nordpolkappe am 3.12.2009 (a) und 5.1.2010 (b). [Torsten Hansen, Ralf Gerstheimer]
Zwei Marsfotos von interstellarum-Lesern zeigen die dunklen Markierungen in der Nordpolkappe am 3.12.2009 (a) und 5.1.2010 (b). [Torsten Hansen, Ralf Gerstheimer]
Skizze der Nordpolkappe mit den im Laufe des Sublimationsprozesses entstehenden Eisinseln.
Skizze der Nordpolkappe mit den im Laufe des Sublimationsprozesses entstehenden Eisinseln.

Am 29. Januar kommt Mars in Opposition. Bei dieser Aphel-Opposition mit nur 14,1″ maximalem Scheibchen-Durchmesser ist uns der Nordpol des Planeten zugeneigt. Da gleichzeitig Frühling auf der Nordhalbkugel herrscht, ergibt sich eine in anderen Beobachtungsperioden nicht wiederkehrende besonders günstige Möglichkeit, das Abschmelzen der Nordpolkappe zu verfolgen.

Rechtzeitig zur Zeit der besten Sichtbarkeit geizt die Polkappe tatsächlich nicht mit Überraschungen. Nachdem sie sich im November von den sie während des Winterhalbjahrs bedeckenden Wolken der Nordpolhaube befreit hatte, zeigten sich bereits im Dezember unerwartete dunkle Teilungslinien. Zunächst wurde eine quer über die Polkappe verlaufende Teilung sichtbar, die in gleicher Position wie die bekannte Rima Tenuis erschien – doch diese sollte eigentlich erst ab März auftauchen. Etwas später entwickelte sich daraus eine spiralförmig um den Nordpol führende Dunkelstruktur, die aus früheren Jahren als Rima Borealis bekannt ist.

Ronald Stoyan

Über Ronald Stoyan 80 Artikel
Ronald Stoyan ist Herausgeber von Abenteuer Astronomie und seit über 20 Jahren ein aktiver Hobby-Astronom.
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