Geringe Masse der Milchstraße

Ausgesprochen schwierig ist es, die Masse der Milchstraße zu ermitteln: Meist versucht man es anhand der Umläufe diverser anderer kleiner Objekte in ihrem Schwerefeld, aber immer fehlen wichtige Informationen.

Eine neue Methode simuliert nun das Schicksal von Gezeitenkräften zerrissener Zwerggalaxien und kann speziell den bekannten Sagittarius-Strom nur nachvollziehen, wenn sich innerhalb von 326000 Lichtjahren um das Zentrum der Galaxie 410±40 Milliarden und innerhalb von 652000 Lichtjahren 560±120 Milliarden Sonnenmassen befinden. Das liegt im unteren Bereich der bisherigen Abschätzungen, die teilweise bis deutlich über eine Billion Sonnenmassen reichen und würde nebenher auch noch wesentliche Widersprüche zu Modellen der Entstehung der Milchstraße auflösen.

Daniel Fischer

Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1406.2243
Früheres Abhandlung zur Problematik:
arxiv.org/abs/1102.4340

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