Geht es mit dem Riesenstern im Orion schon zu Ende, oder sind wir nur Zeuge einer langperiodischen Pulsation? Messungen des Durchmessers von Beteigeuze mit immer demselben Infrarot-Interferometer von 1993 bis 2009 zeigen eine kontinuierliche — und allmählich schneller werdende — Abnahme von 56 auf zuletzt 48 Millibogensekunden; bei 11,1µm Wellenlänge sieht man vermutlich die »wahre Größe« des Sterns, der von Staub- und Gaswolken umhüllt ist und in jeder Farbe einen anderen Durchmesser hat. Die Veröffentlichung dieser überraschenden Entdeckung ist nur 1½ Seiten lang, enthält sich jeder Spekulation über ihre Bedeutung — und erster Autor ist der fast 94-jährige Charles Hard Townes, der 1964 den Nobelpreis für Physik erhielt. Jetzt hofft er, die Messreihe noch lange fortsetzen und das Rätsel des schrumpfenden Riesen aufklären zu können. Daniel Fischer
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Pressemitteilung: www.berkeley.edu/news/media/releases/2009/06/09_betelim.shtml |
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