Die meisten — selbst Weltraumenthusiasten — glauben, dass schlicht nichts heraus gekommen ist, als die Centaur-Oberstufe des LRO am 9. Oktober auf den Mond aufschlug, dicht gefolgt von der LCROSS-Sonde, die im Sekundentakt Bilder von jenem ins Dunkel gehüllten südpolaren Krater Cabeus schickte, wo die Centaur ihr Ende fand. Zugegeben, in den mal schwarzweißen, mal falschfarbigen Live-Bildern waren auf Anhieb weder ein Impaktblitz noch ein Vorhang aus hochgeschleudertem Staub noch der frische Einschlagskrater zu erspähen, und auch die besten Bilder und Videos von Sternwarten auf der Erde, die von schräg auf den Krater geschaut hatten, zeigten nicht das kleinste Wölkchen. Doch inzwischen wissen wir: Es ist alles da und steckt(e) nur viel tiefer in den Daten verborgen als die Organisatoren der Liveübertragung, der Impakt-Parties überall in den USA und die zahlreichen zum Hinschauen aufgeforderten Amateurastronomen im Westen des Landes gehofft hatten. Die Datenfülle sei sogar »reicher als ich ehrlicherweise erwartet hatte«, sagt heute der LCROSS-Chef Tony Colaprete, aber ob das eigentliche Ziel des Impakts, das Freisetzen von Wasser(dampf) aus dem Boden des schattigen Cabeus, erreicht wurde, das will er erst auf einer großen Mondforschertagung am 17. November verraten.
Daniel Fischer
Ergebnisse, mit allen Bildern: www.nasa.gov/mission_pages/LCROSS/main | |
Der Natrium-Effekt: www.bu.edu/phpbin/news/releases/display.php?id=1932 |
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