Simulation einer kosmischen Kollision: Tanzen Schwarze Löcher umeinander und stoßen zusammen, werden Gravitationswellen frei. [MPI für Gravitationsphysik]
Es ist ja in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass der Nachweis der Gravitationswellen gelungen sein sollte. Der Schönheitsfehler war bislang allein die Tatsache, dass es eben doch keine „Raumzeit-Beben“ waren, die die Messgeräte in Schwingung versetzten. Doch dieses Mal, so hat es den Anschein, ist alles ganz anders. Sollte es sich bewahrheiten, dann dürfte der Physik Nobelpreis nicht lange auf sich warten lassen. Der Ligo-Kollaboration ist im vergangenen September die Aufzeichnung eines Signals gelungen, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Signatur von Gravitationswellen handeln könnte. Jene periodischen Verzerrungen des Raumes also, deren
Und tatsächlich, so scheint es, haben die beiden amerikanischen aLigo-Observatorien (Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) in Hanford (Washington) und Livingston (Louisiana) winzige periodische Längenänderungen registriert, die von sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden Gravitationswellen ausgelöst worden sein könnten. Die Quelle für die Verzerrungen des Raum-Zeitgefüges sind offenkundig zwei Schwarze Löcher, die in einer Entfernung von 1,3 Milliarden Lichtjahren miteinander kollidiert und verschmolzen sind.
Seit Jahren sind die irdischen Gravitationswellenantennen Geo600 in Deutschland, Virgo in Italien und Ligo in den Vereinigten Staaten auf Empfang geschaltet, um Signale vom „Raumzeit-Beben“ aus den Tiefen des Weltalls einzufangen. Die Geräte funktionieren nach dem Prinzip des von Michelson und Morley um 1880 entwickelten Interferometers und können Längenänderungen äußerst präzise messen. Ligo ist dabei das empfindlichste System. Es kann noch Längenänderungen feststellen, die einen winzigen Bruchteil eines Protonendurchmessers betragen.
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