Drei Jupiteransichten aus der vergangenen Woche. a) zeigt den Großen Roten Fleck sowie zwei sehr markante NEB-Barren, b) lässt hoch im Norden die Fleckenreihen im NNTB und NNNTB erkennen, c) zeigt das orange Oval BA kurz vor dem Meridiandurchgang. (Süden jeweils oben) [a: Paolo R. Lazzarotti, b,c: Christian Fattinnanzi]
Der Riesenplanet ist derzeit optimal am Nachthimmel für detailreiche Beobachtungen platziert. Passend dazu glänzt auch seine Atmosphäre mit aktivem Geschehen.
Der Große Rote Fleck ist ganz von dunkler Materie des Südlichen Äquatorialbands (SEB) eingehüllt. Er steht derzeit bei einer Länge von 170° (System II), es wird eine weitere kontinuierliche Bewegung hin zu größeren Längen erwartet. In Rotationsrichtung vor dem Fleck hat sich in der sonst weißen Südtropischen Zone ein dunkles Band gebildet, das um zwei Drittel des Planeten bis auf eine Länge von 270° reicht. Bei etwa 290° im System II steht das letzte der verbliebenen Ovale im STB, BA. Es ist deutlich orange eingefärbt und damit visuell sehr schwer zu erkennen.
Viel passiert derzeit auf der Nordhemisphäre des Planeten. Am Nordrand des Nördlichen Äquatorialbands (NEB) zeigen sich dunkelbraune, sehr auffällige Flecken, die von unerfahrenen Beobachtern für den Großen Roten Fleck gehalten werden, sie sind jedoch viel auffälliger und schon mit kleinen Teleskopen zu sehen. Es gibt derzeit drei dieser NEB-Barren bei 130°, 220° und 260°, weitere schwächere kleinere Flecken liegen in derselben Breitenzone. Doch noch weiter nördlich spielt ebenfalls Musik: Im NNTB und dem NNNTB, einer Region, in der sonst kaum Details zu finden sind, finden derzeit Ausbrüche von dunklen Flecken statt. Bereits in mittleren Teleskopen erkennt man hier dunkle unregelmäßige Fleckenreihen.
Visuelle und fotografische Beobachter sind aufgerufen, aktuelle Ergebnisse auf den interstellarum-Server zu laden, damit an dieser Stelle und im gedruckten Heft über die aktuelle Entwicklung berichtet werden kann.
Ronald Stoyan
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