Stunden nach der Unterzeichnung des Vertrages mit der ESA: Das Konsortium "ESERO Germany" feiert in Bochum den Startschuss einer großen Initiative, über die Faszination Weltraum das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Schulfächern zu fördern. Denn das tut gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland Not. [Daniel Fischer]
Mehr Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften und Technik – die viel beschworenen „MINT„-Fächer – begeistern und dafür die Faszination für den Weltraum nutzen: Das ist die Aufgabe der European Space Education Resource Offices, kurz ESERO, die die Europäische Weltraumorganisation und nationale Partner bereits für 14 ESA-Staaten geschaffen hatten. Seit heute sind es 15: Im Planetarium Bochum wurde der Vertrag für ESERO Germany mit einem nordrheinwestfälischen Konsortium aus 10 Organisationen unterzeichnet. Mit den ersten „Produkten“ in Gestalt von präzise auf die Lehrpläne aller Bundesländer abgestimmten Unterrichtsmaterialien und spezifischen Lehrerfortbildungen sollte aber nicht vor Jahresende gerechnet werden.
Das deutsche ESERO-Konsortium wird von Geografen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) geleitet: Die „Geomatics Outreach Action Liaison“, eine Kollaboration zwischen Bochumer und Bonner Fernerkundlern, ist seine Keimzelle. Neben den Universitäten Bochum, Bonn und Köln gehören auch das Planetarium und die IUZ-Sternwarte in Bochum sowie die Gemeinschaftsoffensive zur MINT-Bildung zdi.NRW zum Konsortium, und das Vorhaben wird von über 60 nationalen und internationalen Experten aus Bildung, Raumfahrt, Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Politik unterstützt. ESERO Germany wird in den kommenden Jahren Unterrichtsmaterialien entwickeln, Lehrerinnen und Lehrer in Weltraumthemen wie Erdbeobachtung, Navigation, Kommunikation und der Erforschung des Weltalls ausbilden und sich an nationalen Schulwettbewerben und -projekten von ESA und DLR beteiligen. Was die Partner bereits erarbeitet haben, kommt natürlich auch in den Pool, der dann im Internet zur freien Verwendung steht: etwa das Bonner Projekt ColumbusEye, bei dem Live-Bilder einer HDTV-Kamera auf der ISS in den Unterricht einfließen. Bereits seit 2016 gibt es übrigens ein ESERO in Österreich, wo auch schon einiges bereit liegt.
LINKS:
Zentrale ESERO-Homepage: http://www.esa.int/Education/Teachers_Corner/European_Space_Education_Resource_Office
Pressemitteilung der RUB: http://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2018-05-16-geografie-europaeisches-weltraum-bildungszentrum-kommt-nach-nrw
Pressemitteilung des DLR: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-27518/year-all/#/gallery/30566
Festakt zum Start: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10212869220820222.1073742001.1080556720
Projekt ColumbusEye: http://columbuseye.uni-bonn.de
Materialen von ESERO Östereich: https://www.aec.at/esero/classroom-resources/
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