Categories: Aktuelle Ereignisse

Amerikanische Nationalparks erforschen intensiv ihre Lichtverschmutzung

Schon seit 2001 lassen die amerikanischen Nationalparks mit einigem technischem Aufwand die Dunkelheit des Nachthimmels vermessen – den sie und ihre Besucher als eine Ressource erkannt haben, die heutzutage ebenso schützenswert ist wie andere Aspekte der Natur auch. Dazu wurden in bisher etwa 20 Parks in sieben US-Staaten automatische Digitalkameras samt Laptops aufgestellt, die systematisch den Himmel fotografieren und anhand von Sternen im Bildfeld geeicht werden können. Die Aufnahmen (durch grüne V-Band-Filter, um das Empfinden des menschlichen Auges nachzubilden) werden zu Panoramen oder Fischaugen-Ansichten kombiniert und nun ausgewertet. Zwar gibt es bereits detaillierte Lichtverschmutzungskarten aufgrund von Satellitenaufnahmen aus dem Orbit, doch die Ableitung der resultierenden Himmelshelligkeit, die ein Beobachter am Boden erlebt, gilt immer noch als heikel: Die Analysen des National Park Service werden deshalb auch in astronomischen Kreisen mit Interesse verfolgt.

Daniel Fischer

Share
Published by
Daniel Fischer

Recent Posts

Fotografisch lohnende extragalaktische Bildfelder an Nord- und Südhimmel

Galaxien fotografieren, aber welche, wo, Objektdaten, Aussehen, wann am besten? Selbst mit relativ bescheidenem Instrumentarium…

4 Monaten ago

Astronomie im Winter: 3 schnelle Tipps, für die Beobachtung

Im Sommer wundervoll warm aber Astronomie im Winter eine Zumutung? Von wegen. Was Sie machen…

5 Jahren ago

Spix‘ Blick zum Mond: Hesiodus – Lichtspiele und Doppelwall

Die letzte Ausgabe des »Blicks zum Mond« ist noch einmal etwas für Frühaufsteher. Am 1.…

6 Jahren ago

Was ist eigentlich … 66?

Keine Sorge! Ich werde jetzt definitv nicht in irgendwelchen numerologischen Geheimnissen herumkramen und mich über…

6 Jahren ago

InSights Solarzellen offen – mehr Bilder

Nach der perfekten Landung von InSight auf dem Mars und dem Empfang des ersten Bildes…

6 Jahren ago